Was ist LDAC und wie funktioniert es?
LDAC ist ein von Sony entwickelter Bluetooth-Audiocodec mit hoher Auflösung, der die drahtlose Übertragung von Audio mit einer Bitrate von bis zu 990 kbit/s ermöglicht – dreimal schneller als herkömmliche SBC-Codecs. Durch die dynamische Anpassung der Bitrate an die Signalstärke (330/660/990 kbit/s) bleiben in 24-Bit/96-kHz-Hi-Res-Formaten mehr Audiodetails erhalten, während gleichzeitig eine stabile Verbindung gewährleistet wird.
Oasis Plus Bluetooth-Transmitter für FernseherWie erreicht LDAC eine höhere Klangqualität?
Dreifach-Getriebe von LDAC Durch effiziente Paketierung und optimierte Codierung wird die Bandbreite von Bluetooth maximiert. Im Gegensatz zu SBC mit seiner festen Obergrenze von 328 kbit/s priorisiert es intelligent Frequenzbereiche, in denen das menschliche Gehör am empfindlichsten ist, und bewahrt so Ultraschallanteile über 20 kHz, die von Standardcodecs verworfen werden.
Der Codec verwendet einen Hybridansatz, der modifizierte Subbandcodierung mit verlustbehafteter Komprimierung kombiniert. Beim Streaming von 96-kHz/24-Bit-Audio teilt LDAC das Signal zunächst in mehrere Frequenzbänder (bis zu 32 kHz) auf und wendet anschließend psychoakustische Modellierung an, um unhörbare Details zu eliminieren. Tipp: Aktivieren Sie auf Android-Geräten den „Best Effort“-Modus von LDAC für die automatische Bitratenanpassung – feste 990-kbps-Modi können in Umgebungen mit vielen Funkverbindungen zu Rucklern führen. Stellen Sie sich vor, Sie schicken einen Wasserballon durch ein Rohr: LDAC formt den Ballon (die Audiodaten) so um, dass er zum Rohrdurchmesser (Bluetooth-Bandbreite) passt, ohne dass dabei wichtige Informationen (die Audioqualität) verloren gehen. Aktuelle Implementierungen in Geräten wie den Sony WH-1000XM5-Kopfhörern demonstrieren dies eindrucksvoll. 35 % breiterer Frequenzgang im Vergleich zu AAC bei ähnlichen Bitraten.
Welche Geräte unterstützen LDAC?
Android-Geräte ab Version 8.0 LDAC wird nativ als Teil von AOSP unterstützt, während bestimmte Kopfhörer wie der Edifier Free Pro dedizierte Hardware-Dekodierungschips benötigen. iPhones sind aufgrund des auf AAC ausgerichteten Apple-Ökosystems weiterhin inkompatibel.
Die Kompatibilität beschränkt sich nicht nur auf Sony-Produkte – Marken wie Huawei (P70 Pro) und SoundPEATS (Capsule3 Pro) setzen LDAC für die Hi-Res Wireless-Zertifizierung ein. Allerdings wird die Bitrate bei Verbindungen mit zwei Geräten häufig auf 660 kbit/s reduziert. Tipp: Überprüfen Sie die Entwickleroptionen in Android, um die tatsächliche Übertragungsbitrate zu ermitteln – viele Geräte verwenden standardmäßig 660 kbit/s, selbst bei starkem Signal. Die folgende Tabelle vergleicht die Verbreitung von LDAC auf verschiedenen Plattformen:
| Plattform | Native Unterstützung | Maximale Bitrate |
|---|---|---|
| Android 12 | Ja | 990 kbit/s |
| iOS 17 | NEIN | 256 kbit/s (AAC) |
| Windows 11 | Teilweise* | 660 kbit/s |
Ist LDAC wirklich verlustfrei?
Trotz der Werbeversprechen, LDAC bleibt verlustreichJe nach Bitrate werden 45–60 % der ursprünglichen PCM-Daten verworfen. Der 990-kbps-Modus bewahrt jedoch 132 % mehr musikalische Informationen als aptX HD (576 kbps) und kommt subjektiv der Qualität einer kabelgebundenen 16-Bit/44,1-kHz-CD sehr nahe.
Avantree Experteneinblicke
Häufig gestellte Fragen
Ja – der 990-kbps-Modus verbraucht 22 % mehr Strom als AAC. Verwenden Sie adaptive Modi für längere Wiedergabesitzungen.
Funktioniert LDAC mit Mehrpunktverbindungen?Die meisten Geräte reduzieren die Übertragungsrate auf 660 kbps, wenn sie gleichzeitig mit zwei Geräten verbunden sind, um die Stabilität zu gewährleisten.